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Roter.Teufel

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Afghane verwüstet Supermarkt
Mutige Kunden greifen ein, weil es keine Security gibt


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Altenburg (Thüringen) – Dieser Mann braucht keine Viertelstunde, um einen Supermarkt in ein Trümmerfeld zu verwandeln. Er flutet den Boden, indem er Paletten mit Sektflaschen umwirft. Er leert ganze Regalreihen, schleudert Konservengläser auf die Fliesen. Erst als zwei Kunden zupacken, endet die Randale.

Es sind schockierende Videos, die den Vorfall in der Kaufland-Filiale in Altenburg-Nord (Thüringen) belegen. Kurz nach 18 Uhr betritt ein komplett in Schwarz gekleideter Mann den Supermarkt in der Kauerndorfer Allee. In der Obstabteilung startet er seine Chaos-Runde, zieht mit beiden Händen schwere Gemüsekisten vom Tisch und kippt sie seelenruhig zu Boden.

Drei Verkäuferinnen bemerken den Randalierer, fordern ihn auf, sofort aufzuhören. Die Filiale ist rappelvoll. Eine Mitarbeiterin versucht, mit ruhiger Stimme zu deeskalieren. Sie fragt: „Warum machen Sie das? Hören Sie bitte auf. Bleiben Sie bitte ruhig.“

Personal wartet vergeblich auf Security

Leider bleibt die Ansprache ohne Wirkung. Eine andere Verkäuferin schreit entnervt: „Wir rufen die Polizei.“ Der Supermarkt-Verwüster hält kurz inne, sagt mit leiser Stimme: „Ja, holen Sie die Polizei“ – und randaliert weiter. Immer mehr Kunden werden auf den Mann aufmerksam, manche weichen vorsorglich aus, andere zücken ihre Handys und filmen seine Lebensmittel-Attacke. Kunden greift der Randalierer zum Glück nicht direkt an, es wird niemand verletzt.

Auf den Fliesen vermischen sich Gurkenbrühe, Sekt und Nuss-Nugat-Creme. „Wo bleibt die Security?“, hört man Mitarbeiter rufen. Die bittere Wahrheit: Es sind keine Wachleute vor Ort.
Handwerker eskortieren Randalierer aus dem Laden

Schließlich tauchen zwei Handwerker auf, die gerade ihren Einkauf erledigen. Gemeinsam gehen sie auf den Randalierer zu, nehmen ihn in ihre Mitte und drängen ihn vorsichtig zum Ausgang, wo kurz darauf die Polizei eintrifft.

Polizeikommissarin Selina Rolle bestätigt gegenüber BILD: „Bei dem Täter handelte es sich um einen 27-jährigen Afghanen, der kistenweise Waren aus den Regalen auf den Fußboden warf. Der Afghane befand sich in einem psychischen Ausnahmezustand – er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus verbracht.“ Den entstandenen Sachschaden schätzt sie auf eine „mittlere vierstellige Summe“.

Randalierer hinterlässt Schäden in Supermarkt

Am Samstag sind die Böden wieder sauber, die Regale aufgefüllt, doch einige Schäden noch zu erkennen. Verbeulte Aufsteller wurden notdürftig geradegebogen. „Es war schrecklich. Schlimm, dass wir nicht mal mehr Security-Leute haben, die die Kunden und uns schützen“, sagt eine Verkäuferin.

Warum wurden die Sicherheitsmitarbeiter eingespart? Eine BILD-Anfrage zu den Hintergründen ließ die Kaufland-Zentrale bislang unbeantwortet.

Bild Zeitung
 
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