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- Out 5, 2021
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Feuerdrama in Crans-Montana:
Betreiber von Todes-Bar schweigt zu Vorwürfen
Begleiter bepöbeln Journalisten
Crans-Montana (Schweiz) – Sonntagmorgen um 11.17 Uhr im Bergdorf Lens: Während im knapp sieben Kilometer entfernten Nachbarort Crans-Montana gerade ein Schweigemarsch für die 40 Toten des Feuer-Infernos durch den Ort zieht, sperrt der Besitzer der Bar „Le Constellation“ sein Restaurant auf, als wäre nichts geschehen.
Bei eisigen minus neun Grad versucht BILD, Jacques Moretti (49) mit den Vorwürfen zu mangelndem Brandschutz und dem versteckten Notausgang zu konfrontieren.
„Wir sind in Trauer“
Doch der Barbetreiber lässt sich von muskelbepackten und tätowierten Freunden von Korsika abschirmen und verschwindet wortlos im „Le Vieux Chalet“.
Dort traf er sich drei Tage nach der Katastrophe von Crans-Montana mit Angestellten, um seine im Feuer umgekommenen Mitarbeiter zu betrauern. Journalisten sind dabei nicht willkommen: „Wir sind in Trauer“, ruft eine aufgelöste Frau. „Ihr seid nur Scheiße, das ist alles, was ihr seid“, schreit ein Mann auf Französisch.
Todes-Bar wurde dreimal behördlich überprüft
Unbeantwortet ließ Moretti auch einen per WhatsApp übermittelten Fragenkatalog. BILD wollte wissen, ob der Dämmschutz an der Decke seiner Bar von der Feuerwehr abgenommen wurde und wann die letzte Brandschutz-Untersuchung war.
Nach seiner Vernehmung bei der Staatsanwaltschaft in Genf sagte Moretti lediglich, seine Bar sei in den vergangenen zehn Jahren dreimal von den Behörden überprüft worden. Alles sei vorschriftsmäßig abgelaufen, zitierte ihn die „Tribune de Genève“.
Eingabe für Bar-Umbaubewilligung fehlt im Amtsblatt
Dennoch eröffnete die Staatsanwaltschaft am Samstag ein Ermittlungsverfahren gegen Moretti und seine Frau Jessica (40) wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Herbeiführung einer Feuersbrunst. Die Gemeinde Crans-Montana hat sich zudem einem Zivilverfahren gegen die Betreiber angeschlossen, für die weiterhin die Unschuldsvermutung gilt. Bislang sieht die Staatsanwaltschaft noch keine Gründe, die Betreiber in Untersuchungshaft zu nehmen.
Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ am Sonntag berichtete, ist im öffentlichen Amtsblatt des Kantons Wallis in den vergangenen elf Jahren keine Eingabe für eine Baubewilligung für den aufwendigen Umbau der Bar „Le Constellation“ zu finden. Bilder zeigen aber, dass Jacques Moretti und seine Frau im Keller selbst mit Hand anlegten – dort, wo der Brand durch Sprühfeuerwerk an einer Champagnerflasche ausbrach. Die NZZ fand lediglich Hinweise auf einen Bauantrag für eine verglaste Terrasse außerhalb der Bar.
Bild Zeitung
Betreiber von Todes-Bar schweigt zu Vorwürfen
Begleiter bepöbeln Journalisten
Crans-Montana (Schweiz) – Sonntagmorgen um 11.17 Uhr im Bergdorf Lens: Während im knapp sieben Kilometer entfernten Nachbarort Crans-Montana gerade ein Schweigemarsch für die 40 Toten des Feuer-Infernos durch den Ort zieht, sperrt der Besitzer der Bar „Le Constellation“ sein Restaurant auf, als wäre nichts geschehen.
Bei eisigen minus neun Grad versucht BILD, Jacques Moretti (49) mit den Vorwürfen zu mangelndem Brandschutz und dem versteckten Notausgang zu konfrontieren.
„Wir sind in Trauer“
Doch der Barbetreiber lässt sich von muskelbepackten und tätowierten Freunden von Korsika abschirmen und verschwindet wortlos im „Le Vieux Chalet“.
Dort traf er sich drei Tage nach der Katastrophe von Crans-Montana mit Angestellten, um seine im Feuer umgekommenen Mitarbeiter zu betrauern. Journalisten sind dabei nicht willkommen: „Wir sind in Trauer“, ruft eine aufgelöste Frau. „Ihr seid nur Scheiße, das ist alles, was ihr seid“, schreit ein Mann auf Französisch.
Todes-Bar wurde dreimal behördlich überprüft
Unbeantwortet ließ Moretti auch einen per WhatsApp übermittelten Fragenkatalog. BILD wollte wissen, ob der Dämmschutz an der Decke seiner Bar von der Feuerwehr abgenommen wurde und wann die letzte Brandschutz-Untersuchung war.
Nach seiner Vernehmung bei der Staatsanwaltschaft in Genf sagte Moretti lediglich, seine Bar sei in den vergangenen zehn Jahren dreimal von den Behörden überprüft worden. Alles sei vorschriftsmäßig abgelaufen, zitierte ihn die „Tribune de Genève“.
Eingabe für Bar-Umbaubewilligung fehlt im Amtsblatt
Dennoch eröffnete die Staatsanwaltschaft am Samstag ein Ermittlungsverfahren gegen Moretti und seine Frau Jessica (40) wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Herbeiführung einer Feuersbrunst. Die Gemeinde Crans-Montana hat sich zudem einem Zivilverfahren gegen die Betreiber angeschlossen, für die weiterhin die Unschuldsvermutung gilt. Bislang sieht die Staatsanwaltschaft noch keine Gründe, die Betreiber in Untersuchungshaft zu nehmen.
Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ am Sonntag berichtete, ist im öffentlichen Amtsblatt des Kantons Wallis in den vergangenen elf Jahren keine Eingabe für eine Baubewilligung für den aufwendigen Umbau der Bar „Le Constellation“ zu finden. Bilder zeigen aber, dass Jacques Moretti und seine Frau im Keller selbst mit Hand anlegten – dort, wo der Brand durch Sprühfeuerwerk an einer Champagnerflasche ausbrach. Die NZZ fand lediglich Hinweise auf einen Bauantrag für eine verglaste Terrasse außerhalb der Bar.
Bild Zeitung
