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- Out 5, 2021
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Inferno von Crans-Montana:
Chiara (16) wollte feiern und kam nie zurück
Crans-Montana/Mailand – Andrea Costanzo hat aufgehört zu hoffen. Als er am Freitagmorgen erfuhr, dass die letzten nicht identifizierten Verletzten allesamt Männer sind, wusste er, was das bedeutet. Seine Tochter Chiara (16) gehört nicht zu den Geretteten. „Ich habe den Anruf erhalten, den ein Vater niemals erhalten sollte. Durch Ausschlussverfahren können wir mit Sicherheit sagen, dass Chiara auf einer anderen Liste steht, der Liste der Opfer. Meine geliebte Chiara ist nicht mehr.“
Die offizielle Bestätigung ihres Todes wird noch Tage dauern, da aufwendige DNA-Tests notwendig sind. Doch für Andrea Costanzo ist klar, dass seine Tochter nicht mehr zurückkommt. Zum ersten Mal spricht er über sie in der Vergangenheitsform. „Sie war erst 16. Sie war ein intelligentes, fröhliches und einfühlsames Mädchen. Sie liebte unbeschwerten Spaß und war hervorragend in der Schule und im Tanz.“
Eigentlich wollte Chiara Silvester woanders feiern
Die Familie kommt seit vielen Jahren nach Crans-Montana. Chiaras Großvater hatte dort einst ein Haus gekauft, die Kinder verbrachten ihre Ferien dort. Ausgerechnet in diesem Jahr wollte Chiara eigentlich gar nicht mitfahren. Sie hatte geplant, Silvester mit einer Freundin woanders zu feiern. Doch dort war kein Platz mehr. Also entschieden sie sich für die Bar „Le Constellation“.
Die Bar, die für rund 40 Menschen zur Todesfalle wurde, war besonders bei jungen Menschen beliebt. Inzwischen besteht für viele Eltern, die ihre Kinder nach der Silvesterparty vermissten, traurige Gewissheit.
Verzweifelte Suche in der Brandnacht
Was für einige Tage Hoffnung war, ist für viele Familien nun zu trauriger Gewissheit geworden. Auch Chiaras Vater hielt in jener Nacht verzweifelt an der Hoffnung fest. Er fuhr zum Lokal und suchte nach seiner Tochter. Doch er fand sie nicht. „Ich hätte hineingehen und nach ihr suchen sollen“, sagt er der Zeitung „La Repubblica“. Die Feuerwehr ließ ihn nicht hinein.
„Unser kleiner Engel“
Während die Familie trauert, trauert auch Mailand. Am Moreschi-Gymnasium, das Chiara besuchte, wächst die Anteilnahme. Dutzende Nachrichten erreichen die Schulvertreter.
Vorschläge, Gedanken, Bitten: Ein Klassenzimmer oder ein Raum soll nach Chiara benannt werden. Ballons sollen steigen, Banner bei Schulmeisterschaften an sie erinnern. In vielen Nachrichten wird sie „unser kleiner Engel“ genannt.
Chiara war eine Musterschülerin und herausragend im Kunstturnen und Skifahren. Nicht nur ihre Klassenkameraden schreiben, sondern auch viele andere Schüler. „Eine solche Mobilisierung überrascht und berührt uns zutiefst“, sagt Schülersprecher Matteo Guzzelloni. „Es ist, als ob jeder etwas beitragen möchte, damit Chiara niemals vergessen wird.“
Bild Zeitung
Chiara (16) wollte feiern und kam nie zurück
Crans-Montana/Mailand – Andrea Costanzo hat aufgehört zu hoffen. Als er am Freitagmorgen erfuhr, dass die letzten nicht identifizierten Verletzten allesamt Männer sind, wusste er, was das bedeutet. Seine Tochter Chiara (16) gehört nicht zu den Geretteten. „Ich habe den Anruf erhalten, den ein Vater niemals erhalten sollte. Durch Ausschlussverfahren können wir mit Sicherheit sagen, dass Chiara auf einer anderen Liste steht, der Liste der Opfer. Meine geliebte Chiara ist nicht mehr.“
Die offizielle Bestätigung ihres Todes wird noch Tage dauern, da aufwendige DNA-Tests notwendig sind. Doch für Andrea Costanzo ist klar, dass seine Tochter nicht mehr zurückkommt. Zum ersten Mal spricht er über sie in der Vergangenheitsform. „Sie war erst 16. Sie war ein intelligentes, fröhliches und einfühlsames Mädchen. Sie liebte unbeschwerten Spaß und war hervorragend in der Schule und im Tanz.“
Eigentlich wollte Chiara Silvester woanders feiern
Die Familie kommt seit vielen Jahren nach Crans-Montana. Chiaras Großvater hatte dort einst ein Haus gekauft, die Kinder verbrachten ihre Ferien dort. Ausgerechnet in diesem Jahr wollte Chiara eigentlich gar nicht mitfahren. Sie hatte geplant, Silvester mit einer Freundin woanders zu feiern. Doch dort war kein Platz mehr. Also entschieden sie sich für die Bar „Le Constellation“.
Die Bar, die für rund 40 Menschen zur Todesfalle wurde, war besonders bei jungen Menschen beliebt. Inzwischen besteht für viele Eltern, die ihre Kinder nach der Silvesterparty vermissten, traurige Gewissheit.
Verzweifelte Suche in der Brandnacht
Was für einige Tage Hoffnung war, ist für viele Familien nun zu trauriger Gewissheit geworden. Auch Chiaras Vater hielt in jener Nacht verzweifelt an der Hoffnung fest. Er fuhr zum Lokal und suchte nach seiner Tochter. Doch er fand sie nicht. „Ich hätte hineingehen und nach ihr suchen sollen“, sagt er der Zeitung „La Repubblica“. Die Feuerwehr ließ ihn nicht hinein.
„Unser kleiner Engel“
Während die Familie trauert, trauert auch Mailand. Am Moreschi-Gymnasium, das Chiara besuchte, wächst die Anteilnahme. Dutzende Nachrichten erreichen die Schulvertreter.
Vorschläge, Gedanken, Bitten: Ein Klassenzimmer oder ein Raum soll nach Chiara benannt werden. Ballons sollen steigen, Banner bei Schulmeisterschaften an sie erinnern. In vielen Nachrichten wird sie „unser kleiner Engel“ genannt.
Chiara war eine Musterschülerin und herausragend im Kunstturnen und Skifahren. Nicht nur ihre Klassenkameraden schreiben, sondern auch viele andere Schüler. „Eine solche Mobilisierung überrascht und berührt uns zutiefst“, sagt Schülersprecher Matteo Guzzelloni. „Es ist, als ob jeder etwas beitragen möchte, damit Chiara niemals vergessen wird.“
Bild Zeitung
