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Notícias Fan-Wahnsinn sorgte für Kabayels Fehlstart

Roter.Teufel

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Wie haben Sie dann das Ende in der dritten Runde wahrgenommen?

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„Plötzlich eingekesselt“ ++ „Zu krass“:
Fan-Wahnsinn sorgte für Kabayels Fehlstart

„Ich habe gemerkt, dass ihm die Körper- und Kopftreffer zusetzen, und habe versucht, ihn weiter vor mir herzutreiben. Dann habe ich ihn mehrfach hart erwischt und dann war es auch schon vorbei.“

Er wollte den Box-Sport in Deutschland wieder glänzen lassen – und er ließ ihn glänzen!

Agit Kabayel (33) sorgt endlich wieder für Ring-Spektakel. Der Bochumer besiegte den Polen Damian Knyba (29) im größten Kampf auf deutschem Boden seit 10 Jahren vor 13.000 Fans in Oberhausen frühzeitig in der 3. Runde durch technischen K.o.

BILD traf unseren Box-Helden mitten in der Nacht um 0:35 Uhr zum Exklusiv-Interview in seiner Kabine.

BILD: Haben Sie sich diesen Abend in Ihren Träumen so vorgestellt?

Kabayel: „Ich wusste, dass hier viel los sein wird. Aber diese Atmosphäre war selbst für mich zu krass. So habe ich es mir nicht vorgestellt. Offen gestanden, war ich so überwältigt, dass mich diese wahnsinnige Stimmung aus dem Konzept gebracht hat.“

Was meinen Sie konkret?

„Als ich zum Ring gelaufen bin, war ich plötzlich eingekesselt zwischen den Fans. Da waren so viele Menschen. Da muss irgendwas falsch gelaufen sein. Es war unglaublich laut. Diese Agit-Sprechchöre, das war wie im Film. Deshalb war die erste Runde auch miserabel. Das war einfach schlecht von mir.“

Hat Sie der Cut, den Ihnen Knyba im ersten Durchgang zufügte, irritiert?

„Ja. Ich habe erst gedacht, dass das Blut aus meinem Mund oder meiner Nase kommt. Dann habe ich gemerkt, dass es ein Cut ist, und mir gedacht: Mist, Alter. Was machst du gerade?“

Was hat Ihr Trainer Sükrü Aksu Ihnen nach der ersten Runde gesagt?

„Er meinte: ‚Du boxt hier auf Weltklasse-Niveau, was soll das?‘ Das hat mich zurück in die Realität gebracht, danach war ich wieder auf der Höhe.“


Haben Sie in den Tagen vor dem Kampf mehr Druck gespürt als sonst?

„Nein. Aber in der Kampfwoche war wirklich viel los, zu viel. Kleinigkeiten sind anders abgelaufen, als bei meinen letzten Kämpfen, und das hat sich summiert. Das müssen wir in Zukunft ändern. Das war sozusagen unser Pilotprojekt. Daraus werden wir lernen.“

Es war Ihr erster Kampf als Vater einer Tochter. Hat Sie das zusätzlich motiviert?

„Auf jeden Fall. Sie ist eine Riesenmotivation. Ich mache das hier auch für sie. Zum Glück ist sie noch so klein, dass sie das mit meinem Auge noch nicht realisieren kann. Aber ich habe mir noch im Ring versprochen, dass ich das in Zukunft nicht mehr zulasse.“

Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft?

„Ich möchte jetzt endlich um die Weltmeisterschaft kämpfen. Am liebsten gegen Oleksandr Usyk. Das habe ich mir verdient. Und dann möchte ich das deutsche Boxen vorantreiben. Das hier in Oberhausen war ein guter Anfang, der Box-Sport in Deutschland lebt wieder. Ich bin mir sicher, dass wir mit einem großen Duell auch ein Fußballstadion in Deutschland ausverkaufen können.“

Was machen Sie als Erstes nach Ihrem Sieg?

„Ich fahre nach Hause zu meiner Familie und umarme meine Frau und meine Tochter. Ich bin kein Feierbiest und genieße den Sieg lieber im Kreise der Familie in aller Ruhe. Vielleicht gönne ich mir noch einen Burger. Schlafen kann ich wahrscheinlich nicht. Dafür bin ich zu aufgewühlt.“

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