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Verdi legt schon wieder Deutschland lahm:
Jetzt wollen die Arbeitgeber das Streikrecht beschränken


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Streiks für weniger Arbeit und mehr Lohn – stehen die Ergebnisse schon fest? ++ Arbeitgeber wollen Streikrecht beschränken

Berlin – Jetzt wird in Deutschland wieder gestreikt! Letzte Woche war der Nahverkehr lahmgelegt, nun folgen regionale Warnstreiks in öffentlichen Einrichtungen wie Hochschulen, Kliniken, Winterdienst sowie erneut in Bus und Bahn in vielen Städten.

Auch in anderen Bereichen riefen Verdi, die Gewerkschaft der Polizei, die IG Bau und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu ganztägigen Warnstreiks auf.
Steht das Tarif-Ergebnis schon fest?

Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen sich Ende der Woche in Potsdam treffen, eine Tariferhöhung in der Größenordnung von rund sechs Prozent wird vermutet. Gewerkschafter sprechen von „guten Chancen“ auf eine Einigung beim Lohn-Plus.

Brisanter Verdacht: Obwohl schon klar ist, wo sich die Verhandler ungefähr treffen werden, streikt Verdi trotzdem erneut und fordert reduzierte Arbeitsstunden zu deutlich mehr Geld.

Klar ist: Deutschland verliert immer mehr die Geduld mit der Gewerkschaft. Den Arbeitgebern platzt im Streik-Marathon der Kragen: Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) will das Streikrecht einschränken!

Arbeitgeber wollen Streikrecht einschränken

BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter sagte zu BILD: „Deutschland braucht dringend ein Gesetz für Fairnessregeln bei Streiks.“ Hier werde eine verantwortungslose Streikstrategie gefahren, so Kampeter: „Ob Streik im Nahverkehr oder im Winterdienst: Viele Beschäftigte hatten Schwierigkeiten, überhaupt in die Betriebe zu kommen. So nimmt man Schäden und im schlimmsten Fall sogar Körperverletzungen in Kauf.“

Kampeter nährt den Verdacht der Streik-Show: „Erst streiken, dann verhandeln – das zerstört Vertrauen.“

Hintergrund: Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Direkt verhandelt wird laut Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer für Hessen, das eigenständig verhandelt.

Das Tarifergebnis soll später auf die Landesbeamten und Versorgungsempfänger übertragen werden, sodass auch diese rund 1,3 Millionen Menschen betroffen sind.

Das DFB-Pokal-Fußballspiel zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig soll trotz des Streiks im öffentlichen Nahverkehr stattfinden können. Allerdings ist weiter offen, wie ein Großteil der Fans zum Stadion kommen wird. Die Gewerkschaft Verdi hat für den Spieltag zu einem ganztägigen Nahverkehrs-Warnstreik unter anderem in München aufgerufen.

Bild Zeitung
 
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