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Fahndungserfolg
Luxemburger wegen Luxtrust-Betrug in Spanien festgenommen


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Mehr als 700 Opfer, Schaden über zehn Millionen Euro. Jetzt sitzt der Hauptverdächtige in Untersuchungshaft.

Ein 2004 geborener luxemburgischer Staatsangehöriger sitzt seit Ende März in Untersuchungshaft. Er soll einer der Hauptorganisatoren hinter einer Serie von Phishing-Angriffen und Betrügereien gewesen sein, die sich gegen Nutzer von Luxtrust und dem Behördenportal MyGuichet richteten. Ende Februar war er in Spanien festgenommen worden. Das teilt die Staatsanwaltschaft am Samstag in einem Presseschreiben mit. Die Festnahme ist das Resultat einer internationalen Fahndung, an der das europäische Netzwerk ENFAST beteiligt war.

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll der Mann das kriminelle Netzwerk koordiniert und weitere Mitglieder für die Ausführung der Betrügereien rekrutiert haben. Zusätzlich wird ihm Geldwäsche vorgeworfen. Am 27. März wurde er einem Untersuchungsrichter in Luxemburg vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Das Ausmaß der Taten ist erheblich: Allein in den Jahren 2024 und 2025 wurden mehr als 700 Anzeigen wegen Luxtrust-Betrug erstattet, der Gesamtschaden übersteigt zehn Millionen Euro. Wie viel davon dem nun Festgenommenen konkret zuzurechnen ist, wird noch ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass weder Banken noch Luxtrust ihre Kunden jemals per Anruf, Nachricht oder Link zur Herausgabe von Passwörtern oder Sicherheitscodes auffordern – und auch nicht persönlich an der Haustür erscheinen, um Karten oder Wertgegenstände abzuholen.

Der Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

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