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- Out 5, 2021
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Syrien-Machthaber in Berlin:
Merz: 80 Prozent der Syrer sollen zurück
Berlin – DAS war ein ganz wichtiger Besuch bei Friedrich Merz (70, CDU) im Kanzleramt: Syriens Staatspräsident Ahmed al-Scharaa (43), der Mann, der Schlächter Baschar al-Assad (60) gestürzt hat, kam nach Berlin, um mit dem deutschen Regierungschef bei Essen und Trinken über eines der wichtigsten Anliegen der Regierung zu sprechen – die beschleunigte Rückkehr eines Großteils der mehr als 1,3 Millionen in Deutschland untergekommenen syrischen Flüchtlingen.
Fakt ist: Kanzler Merz braucht al-Scharaa, damit die Migrationswende – eines der wichtigsten Themen seiner Amtszeit – gelingen kann. Merz will mehr Rückreisen nach Syrien trotz einer bisher vom Auswärtigen Amt als „volatil“ eingestuften Sicherheitslage in dem Land.
Die Anzeichen: hoffnungsvoll!
Auf einer Pressekonferenz in Berlin beschwor Kanzler Merz den „historischen Moment“ des Assad-Regime-Sturzes vor gut einem Jahr. Merz: „Die meisten Syrer wollen zurück nach Syrien.“ Und dann nannte er auch eine konkrete Zielmarke: „80 Prozent“ von ihnen sollen innerhalb der nächsten drei Jahre nach Syrien zurückkehren. Das wären mehr als 800.000 Syrer. Denn: Von den rund 1,3 Millionen in Deutschland sind seit 2015 bis zu 250.000 eingebürgert.
Wörtlich sagte der Kanzler in etwas holprigem Deutsch: „In der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre – das sind, äh, auch, ist der Wunsch von Präsident Scharaa gewesen – sollen rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren.“
Zuvor war Merz gefragt worden, in welcher Größenordnung er sich eine Rückkehr syrischer Flüchtlinge nach Syrien vorstelle. „Geht es da um Zehntausende, geht es da um Hunderttausende?“
Merz ist jedenfalls optimistisch. Die Syrer in Deutschland seien, so habe ihm der syrische Präsident versichert, in „ihrer Heimat immer willkommen“. Sie bringen „neue Ideen“ in das Land mit. Eine gemeinsame „Task-Force“ werde den Wiederaufbau Syriens begleiten. Ziel: Stabilisierung (mit 200 Mio. Euro in 2026) und Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Merz betonte aber auch: Der Schutzbedarf der Syrer in Deutschland „muss neu geprüft werden“. Denn: Wer hier keinen Schutzstatus mehr genieße, müsse Deutschland wieder verlassen!
Bewegend: Syrien-Machthaber al-Scharaa dankte allen Deutschen dafür, dass sie „die Tür aufgemacht“ und den von Assad bedrohten Menschen geholfen haben. Jetzt der Blick in die Zukunft: „Wir haben eine gemeinsame Vision: Wir wollen Syrien wieder aufbauen.“ Und: „Wir wollen den Terrorismus bekämpfen.“ Alle Syrer, die zurückkehren wollen, könnten das „jederzeit tun“. Ziel: „Wir wollen ein Rechtsstaat werden“ mit „einer guten Verfassung, die die Würde des Menschen wahrt.“ Deutschland sei ganz klar ein Partner, „mit dem wir Brücken bauen können.“
Unions-Politiker wollen Marshall-Plan für Syrien
Doch einigen in der Union geht das nicht weit genug, sie wollen jetzt den Turbo bei der Syrer-Ausreise, unter anderem durch mehr finanzielle Anreize, zünden.
Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, zu BILD: „Wir haben vielen Syrern Schutz gewährt. Der Fluchtgrund ist jedoch entfallen, Assad ist gestürzt. Wer nicht gut integriert ist, nicht arbeitet oder erst seit kurzem bei uns ist, der muss nun wieder gehen.“
Innenexperte Stephan Mayer (CSU) will insbesondere gut ausgebildete Syrer zurückschicken „Ausgebildet in Deutschland, ausgestattet mit Micro-Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau und unterstützt durch deutsche Partner-Unternehmen können syrische Rückkehrer ihr Heimatland wieder aufbauen. Das ist der beste Weg für beide Seiten.“
Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, zu BILD: „Wir haben vielen Syrern Schutz gewährt. Der Fluchtgrund ist jedoch entfallen, Assad ist gestürzt. Wer nicht gut integriert ist, nicht arbeitet oder erst seit kurzem bei uns ist, der muss nun wieder gehen.“
Innenexperte Stephan Mayer (CSU) will insbesondere gut ausgebildete Syrer zurückschicken „Ausgebildet in Deutschland, ausgestattet mit Micro-Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau und unterstützt durch deutsche Partner-Unternehmen können syrische Rückkehrer ihr Heimatland wieder aufbauen. Das ist der beste Weg für beide Seiten.“
Mayer schwebt hier ein „deutscher Marshall-Plan für Syrien“ vor, „in dem die Rückkehrer aus Deutschland die zentrale Rolle spielen“ und deutsche Unternehmen und Banken helfen.
Auch Kanzler Merz betonte, das viele Syrer jetzt mit „einer deutschen Perspektive“ in ihr Land zurückkehren und beim Wiederaufbau helfen könnten. Innenexperte Throm sieht das ähnlich. Throm: „Deutschland muss erwarten können, dass die Syrer ihre Heimat wieder aufbauen.“
Fakt ist: Bislang gelten Syrer, die die Voraussetzungen erfüllen (Aufenthaltsdauer, Sprachkenntnisse, Lebensunterhalt) als Einbürgerungs-Kandidaten (83.000 allein im Jahr 2024). Mayer sieht genau diese Gruppe „als dringend benötigte Fachkräfte in ihrer Heimat“ an.
Bild Zeitung
Merz: 80 Prozent der Syrer sollen zurück
Berlin – DAS war ein ganz wichtiger Besuch bei Friedrich Merz (70, CDU) im Kanzleramt: Syriens Staatspräsident Ahmed al-Scharaa (43), der Mann, der Schlächter Baschar al-Assad (60) gestürzt hat, kam nach Berlin, um mit dem deutschen Regierungschef bei Essen und Trinken über eines der wichtigsten Anliegen der Regierung zu sprechen – die beschleunigte Rückkehr eines Großteils der mehr als 1,3 Millionen in Deutschland untergekommenen syrischen Flüchtlingen.
Fakt ist: Kanzler Merz braucht al-Scharaa, damit die Migrationswende – eines der wichtigsten Themen seiner Amtszeit – gelingen kann. Merz will mehr Rückreisen nach Syrien trotz einer bisher vom Auswärtigen Amt als „volatil“ eingestuften Sicherheitslage in dem Land.
Die Anzeichen: hoffnungsvoll!
Auf einer Pressekonferenz in Berlin beschwor Kanzler Merz den „historischen Moment“ des Assad-Regime-Sturzes vor gut einem Jahr. Merz: „Die meisten Syrer wollen zurück nach Syrien.“ Und dann nannte er auch eine konkrete Zielmarke: „80 Prozent“ von ihnen sollen innerhalb der nächsten drei Jahre nach Syrien zurückkehren. Das wären mehr als 800.000 Syrer. Denn: Von den rund 1,3 Millionen in Deutschland sind seit 2015 bis zu 250.000 eingebürgert.
Wörtlich sagte der Kanzler in etwas holprigem Deutsch: „In der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre – das sind, äh, auch, ist der Wunsch von Präsident Scharaa gewesen – sollen rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren.“
Zuvor war Merz gefragt worden, in welcher Größenordnung er sich eine Rückkehr syrischer Flüchtlinge nach Syrien vorstelle. „Geht es da um Zehntausende, geht es da um Hunderttausende?“
Merz ist jedenfalls optimistisch. Die Syrer in Deutschland seien, so habe ihm der syrische Präsident versichert, in „ihrer Heimat immer willkommen“. Sie bringen „neue Ideen“ in das Land mit. Eine gemeinsame „Task-Force“ werde den Wiederaufbau Syriens begleiten. Ziel: Stabilisierung (mit 200 Mio. Euro in 2026) und Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Merz betonte aber auch: Der Schutzbedarf der Syrer in Deutschland „muss neu geprüft werden“. Denn: Wer hier keinen Schutzstatus mehr genieße, müsse Deutschland wieder verlassen!
Bewegend: Syrien-Machthaber al-Scharaa dankte allen Deutschen dafür, dass sie „die Tür aufgemacht“ und den von Assad bedrohten Menschen geholfen haben. Jetzt der Blick in die Zukunft: „Wir haben eine gemeinsame Vision: Wir wollen Syrien wieder aufbauen.“ Und: „Wir wollen den Terrorismus bekämpfen.“ Alle Syrer, die zurückkehren wollen, könnten das „jederzeit tun“. Ziel: „Wir wollen ein Rechtsstaat werden“ mit „einer guten Verfassung, die die Würde des Menschen wahrt.“ Deutschland sei ganz klar ein Partner, „mit dem wir Brücken bauen können.“
Unions-Politiker wollen Marshall-Plan für Syrien
Doch einigen in der Union geht das nicht weit genug, sie wollen jetzt den Turbo bei der Syrer-Ausreise, unter anderem durch mehr finanzielle Anreize, zünden.
Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, zu BILD: „Wir haben vielen Syrern Schutz gewährt. Der Fluchtgrund ist jedoch entfallen, Assad ist gestürzt. Wer nicht gut integriert ist, nicht arbeitet oder erst seit kurzem bei uns ist, der muss nun wieder gehen.“
Innenexperte Stephan Mayer (CSU) will insbesondere gut ausgebildete Syrer zurückschicken „Ausgebildet in Deutschland, ausgestattet mit Micro-Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau und unterstützt durch deutsche Partner-Unternehmen können syrische Rückkehrer ihr Heimatland wieder aufbauen. Das ist der beste Weg für beide Seiten.“
Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, zu BILD: „Wir haben vielen Syrern Schutz gewährt. Der Fluchtgrund ist jedoch entfallen, Assad ist gestürzt. Wer nicht gut integriert ist, nicht arbeitet oder erst seit kurzem bei uns ist, der muss nun wieder gehen.“
Innenexperte Stephan Mayer (CSU) will insbesondere gut ausgebildete Syrer zurückschicken „Ausgebildet in Deutschland, ausgestattet mit Micro-Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau und unterstützt durch deutsche Partner-Unternehmen können syrische Rückkehrer ihr Heimatland wieder aufbauen. Das ist der beste Weg für beide Seiten.“
Mayer schwebt hier ein „deutscher Marshall-Plan für Syrien“ vor, „in dem die Rückkehrer aus Deutschland die zentrale Rolle spielen“ und deutsche Unternehmen und Banken helfen.
Auch Kanzler Merz betonte, das viele Syrer jetzt mit „einer deutschen Perspektive“ in ihr Land zurückkehren und beim Wiederaufbau helfen könnten. Innenexperte Throm sieht das ähnlich. Throm: „Deutschland muss erwarten können, dass die Syrer ihre Heimat wieder aufbauen.“
Fakt ist: Bislang gelten Syrer, die die Voraussetzungen erfüllen (Aufenthaltsdauer, Sprachkenntnisse, Lebensunterhalt) als Einbürgerungs-Kandidaten (83.000 allein im Jahr 2024). Mayer sieht genau diese Gruppe „als dringend benötigte Fachkräfte in ihrer Heimat“ an.
Bild Zeitung
