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- Out 5, 2021
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Es geht um teure Autos, Bargeld und Luxusgegenstände:
Polizei stellt 280.000-Euro-Lamborghini bei Razzia sicher
Durchsuchungen in Berlin und NRW
Berlin / Iserlohn – Guten Morgen, die Polizei ist da! 400 Einsatzkräfte durchsuchten am Mittwochmorgen in Berlin 60 Gebäude. Die Ermittler sind Steuerbetrügern auf den Fersen. Bei den Razzien geht es um teure Autos, Bargeld und Luxusgegenstände und einen Schaden in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Bereits am Dienstag schlugen die Ermittler an vereinzelten Adressen zu. Dabei gab es zwei Festnahmen. Der Grund für das frühe Zugreifen: Die Ermittler hatten Sorge, dass vorab Informationen an die mutmaßlichen Steuerbetrüger durchsickern.
Polizei stellt Luxusautos sicher
Unter anderem war im Ortolanweg in Berlin-Neukölln ein Spezialeinsatzkommando (SEK) im Einsatz. Schwer bewaffnete Beamte sicherten dort die Maßnahmen ab. BILD-Reporter beobachteten am Morgen Polizisten bei einem Gebrauchtwagenhändler an der Bismarckstraße im Stadtteil Charlottenburg. Hier wurden Fahrzeuge sichergestellt. Die Beamten begutachteten im Geschäft unter anderem einen Ferrari SF 90 Spider (Preis: 618.900 Euro). Weiterhin wurde ein gelber Lamborghini Urus Performante (Neuwert: 280.000 Euro) von den Ermittlern beschlagnahmt. Bereits in der Nacht zum Mittwoch sicherte die 25. Einsatzhundertschaft das Betriebsgelände.
Europäische Staatsanwaltschaft leitet Razzia
Die Maßnahmen laufen europaweit. Die europäische Staatsanwaltschaft leitet die Ermittlungen. Sie verfolgt Straftaten gegen die EU-Finanzen – etwa wenn jemand unrechtmäßig EU-Subventionen oder Aufträge erschleicht.
Die Europäische Staatsanwaltschaft arbeitet seit Juni 2021 in heute 23 EU-Ländern. Sie ist die erste länderübergreifende Strafverfolgungsbehörde. Von der Zentrale in Luxemburg aus koordiniert sie 140 Staatsanwälte in den Mitgliedstaaten.
Benjamin Jendro, Berliner Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP): „Wir danken allen beteiligten Kollegen für diesen wichtigen behördenübergreifenden Schlag. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die Einfluss auf die Liquidität eines Rechtsstaates hat und dadurch unsere Gesellschaft schädigt.“
Auch Durchsuchungen in NRW
In Iserlohn (Nordrhein-Westfalen) waren die Ermittler der Polizei und der Finanzbehörden früh aufgestanden. Gegen 7 Uhr steuerten die teils vermummten Einsatzkräfte mehrere Objekte im Stadtgebiet an. Durchsucht wurden unter anderem zwei Villen sowie ein Autohandel von mutmaßlichen Steuerbetrügern. Der Einsatz dauerte über Stunden an, mehrere Bereiche wurden zeitweise abgesperrt.
Besonders auffällig: Auf dem Gelände des Autohandels pfändeten Steuerfahnder sämtliche Fahrzeuge. Ein Abschleppunternehmen transportierte die Wagen sofort ab. Nach BILD-Informationen sollen mehr als 20 hochwertige Gebrauchtwagen sowie mehrere Wohnwagen sichergestellt worden sein.
Inzwischen bestätigte die Europäische Staatsanwaltschaft das Vorgehen. Eine Sprecherin: „Wir können bestätigen, dass Durchsuchungsmaßnahmen in einem Mehrwertsteuerbetrugsverfahren stattfinden. Mehr Informationen können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht mitteilen.“
Bild Zeitung
Polizei stellt 280.000-Euro-Lamborghini bei Razzia sicher
Durchsuchungen in Berlin und NRW
Berlin / Iserlohn – Guten Morgen, die Polizei ist da! 400 Einsatzkräfte durchsuchten am Mittwochmorgen in Berlin 60 Gebäude. Die Ermittler sind Steuerbetrügern auf den Fersen. Bei den Razzien geht es um teure Autos, Bargeld und Luxusgegenstände und einen Schaden in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Bereits am Dienstag schlugen die Ermittler an vereinzelten Adressen zu. Dabei gab es zwei Festnahmen. Der Grund für das frühe Zugreifen: Die Ermittler hatten Sorge, dass vorab Informationen an die mutmaßlichen Steuerbetrüger durchsickern.
Polizei stellt Luxusautos sicher
Unter anderem war im Ortolanweg in Berlin-Neukölln ein Spezialeinsatzkommando (SEK) im Einsatz. Schwer bewaffnete Beamte sicherten dort die Maßnahmen ab. BILD-Reporter beobachteten am Morgen Polizisten bei einem Gebrauchtwagenhändler an der Bismarckstraße im Stadtteil Charlottenburg. Hier wurden Fahrzeuge sichergestellt. Die Beamten begutachteten im Geschäft unter anderem einen Ferrari SF 90 Spider (Preis: 618.900 Euro). Weiterhin wurde ein gelber Lamborghini Urus Performante (Neuwert: 280.000 Euro) von den Ermittlern beschlagnahmt. Bereits in der Nacht zum Mittwoch sicherte die 25. Einsatzhundertschaft das Betriebsgelände.
Europäische Staatsanwaltschaft leitet Razzia
Die Maßnahmen laufen europaweit. Die europäische Staatsanwaltschaft leitet die Ermittlungen. Sie verfolgt Straftaten gegen die EU-Finanzen – etwa wenn jemand unrechtmäßig EU-Subventionen oder Aufträge erschleicht.
Die Europäische Staatsanwaltschaft arbeitet seit Juni 2021 in heute 23 EU-Ländern. Sie ist die erste länderübergreifende Strafverfolgungsbehörde. Von der Zentrale in Luxemburg aus koordiniert sie 140 Staatsanwälte in den Mitgliedstaaten.
Benjamin Jendro, Berliner Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP): „Wir danken allen beteiligten Kollegen für diesen wichtigen behördenübergreifenden Schlag. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die Einfluss auf die Liquidität eines Rechtsstaates hat und dadurch unsere Gesellschaft schädigt.“
Auch Durchsuchungen in NRW
In Iserlohn (Nordrhein-Westfalen) waren die Ermittler der Polizei und der Finanzbehörden früh aufgestanden. Gegen 7 Uhr steuerten die teils vermummten Einsatzkräfte mehrere Objekte im Stadtgebiet an. Durchsucht wurden unter anderem zwei Villen sowie ein Autohandel von mutmaßlichen Steuerbetrügern. Der Einsatz dauerte über Stunden an, mehrere Bereiche wurden zeitweise abgesperrt.
Besonders auffällig: Auf dem Gelände des Autohandels pfändeten Steuerfahnder sämtliche Fahrzeuge. Ein Abschleppunternehmen transportierte die Wagen sofort ab. Nach BILD-Informationen sollen mehr als 20 hochwertige Gebrauchtwagen sowie mehrere Wohnwagen sichergestellt worden sein.
Inzwischen bestätigte die Europäische Staatsanwaltschaft das Vorgehen. Eine Sprecherin: „Wir können bestätigen, dass Durchsuchungsmaßnahmen in einem Mehrwertsteuerbetrugsverfahren stattfinden. Mehr Informationen können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht mitteilen.“
Bild Zeitung
