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Trotz Titel-Aberkennung:
Senegal feiert skurrile Afrika-Cup-Party in Paris


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Skurrile Szenen in Paris: Obwohl ihnen der Afrika-Cup-Titel aberkannt wurde, trug Senegals Nationalmannschaft um Bayern-Stürmer Nicolas Jackson (24) den Pokal auf einer Art Ehrenrunde durch das Stade de France – und ließ sich vor dem Testspiel gegen Peru von den Fans feiern. Auch auf der Tribüne und im Kabinengang präsentierten die Senegalesen die Trophäe.

Die Aktion ist für den afrikanischen Fußball-Verband CAF ein Affront. Denn: Das Berufungsgericht des CAF hatte zwei Monate nach dem von Tumulten geprägten Endspiel dem Einspruch von Marokko stattgegeben. Das Match, das Senegal sportlich mit 1:0 nach Verlängerung gewonnen hatte, wurde mit 3:0 für den Gastgeber gewertet.
Der Fall liegt jetzt beim CAS

Es hagelte Kritik aus der Fußball-Welt. Der senegalesische Fußball-Verband legte Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS ein. Ziel: Die CAF-Entscheidung aufheben und Senegal wieder zum Sieger des Afrika-Cups erklären.

Das CAF-Gericht hatte seine Entscheidung damit begründet, dass das senegalesische Team durch das Verlassen des Platzes aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung gegen Ende der regulären Spielzeit die Partie aufgegeben habe.

Chaos nach umstrittenem Elfmeterpfiff

Was war überhaupt passiert? Das Finale des Afrika-Cups am 18. Januar war infolge fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen komplett aus dem Ruder gelaufen. Nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff zugunsten Marokkos in der Nachspielzeit hatte Senegals Mannschaft im Januar fast geschlossen den Platz verlassen. Ex-Bayern-Profi Sadio Mané (33) holte seine Kollegen auf das Feld zurück.

Brahim Díaz (26) verschoss danach den Elfmeter für Marokko kläglich, in der Verlängerung erzielte Pape Gueye (27) das Siegtor für den Senegal. Die Marokkaner legten anschließend Einspruch ein, dem in zweiter Instanz stattgegeben wurde.

Senegal will alle Rechtsmittel ausschöpfen

Danach hatte der Senegal angekündigt, er werde „alle geeigneten Rechtsmittel ausschöpfen, einschließlich vor den zuständigen internationalen Gerichtsinstanzen“, damit der Vorrang des sportlichen Ergebnisses wiederhergestellt werde.

Sport Bild
 
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