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- Out 5, 2021
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Trump droht Venezuela mit neuem Militärschlag:
„Wir haben das Sagen!“
Mar-a-Lago/Caracas – Wer hat nach dem Sturz von Diktator Nicolás Maduro (67) aktuell das Sagen in Venezuela? Offiziell lautet die Antwort: Delcy Rodríguez (56), die Vizepräsidentin und jetzt Interimspräsidentin des Landes. US-Präsident Donald Trump (79) ist offenbar anderer Meinung. Das machte er am Sonntagabend (Ortszeit) klar und widersprach damit auch seinem Außenminister Marco Rubio (54).
„Wir verhandeln mit den Leuten, die gerade vereidigt wurden“, sagte Trump bezogen auf Rodríguez, als er mit Journalisten während des Flugs von Palm Beach nach Washington sprach. „Fragen Sie mich nicht, wer die Verantwortung trägt, denn ich werde eine Antwort geben, die sehr kontrovers ist“, fügte er hinzu. Auf Nachfrage konkretisierte er: „Es bedeutet, dass wir das Sagen haben.“
Dann drohte er den verbliebenen Mitgliedern der Regierung mit einem erneuten Militärschlag: „Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir einen zweiten Angriff führen, und der wird viel größer sein als der erste. Ich hoffe, wir müssen es nicht tun, aber wenn sie sich nicht benehmen, werden wir es tun.“
Trump und Rubio widersprechen sich
▶︎ Die USA tragen die Verantwortung – das hatte Trump auch unmittelbar nach der Festnahme von Maduro am Samstag klargemacht. „Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang gewährleisten können“, sagte er während einer Pressekonferenz in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach. „Wir dürfen nicht zulassen, dass jemand anderes die Macht in Venezuela übernimmt, der nicht die Interessen der Venezolaner im Blick hat.“
▶︎ Dann die Blitzwende! Außenminister Marco Rubio distanzierte sich am Sonntag in mehreren Interviews von der Rhetorik Trumps. Er stellte klar, dass die USA keine zivile Verwaltung vor Ort einsetzen werden und keine alltäglichen Regierungsgeschäfte in Venezuela übernehmen. Er betonte, dass die USA Veränderungen primär durch die Durchsetzung massiver Ölblockaden und finanziellen Druck erzwingen.
▶︎ Nächster Aufschlag: Donald Trump. Nicht nur in der Air Force One bekräftigte er die Übernahme der Verantwortung in Venezuela, sondern auch in einem exklusiven Interview mit der US-Zeitung „New York Post“ vom Sonntag: „Wir sollten das Land mit Recht und Ordnung regieren. Wir sollten das Land so führen, dass wir die wirtschaftlichen Vorteile der vorhandenen Ressourcen nutzen können – nämlich wertvolles Öl und andere wertvolle Güter“, stellte er klar.
Venezuelas Interimspräsidentin will mit den USA zusammenarbeiten
Wie sich Trump die „Verhandlungen“ mit Rodriguez vorstellt, hatte er am Samstag bereits in einem Interview mit „The Atlantic“ klargemacht: „Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen – wahrscheinlich einen noch höheren als Maduro.“
Rodríguez verurteilt den Angriff der USA auf Maduro und lehnt eine Einmischung der USA kategorisch ab. In einer Fernsehansprache erklärte sie, Venezuela werde „niemals wieder die Kolonie eines anderen Imperiums werden“. Am Sonntag jedoch schlug sie gemäßigtere Töne an.
„Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt“, hieß es in einer von Rodríguez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung.
Trump nimmt Kolumbien und Mexiko ins Visier
Während des Flugs in der Air Force One attackierte Trump auch Venezuelas Nachbarland. „Kolumbien ist auch sehr krank, regiert von einem kranken Mann.“ Damit spielte er offensichtlich auf den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro (65) an und fügte hinzu, dieser stelle Kokain her und verkaufe es an die USA. „Er wird das nicht mehr lange tun.“ Auf die direkte Frage, ob die USA eine Militäroperation gegen das Land anstreben würden, antwortete Trump: „Das klingt gut für mich.“
Auch Mexiko ist auf Trumps Radar. „Mexiko muss sich zusammenreißen, denn die Drogen strömen durch Mexiko, und wir werden etwas unternehmen müssen“, sagte er den Reportern.
Bild Zeitung
„Wir haben das Sagen!“
Mar-a-Lago/Caracas – Wer hat nach dem Sturz von Diktator Nicolás Maduro (67) aktuell das Sagen in Venezuela? Offiziell lautet die Antwort: Delcy Rodríguez (56), die Vizepräsidentin und jetzt Interimspräsidentin des Landes. US-Präsident Donald Trump (79) ist offenbar anderer Meinung. Das machte er am Sonntagabend (Ortszeit) klar und widersprach damit auch seinem Außenminister Marco Rubio (54).
„Wir verhandeln mit den Leuten, die gerade vereidigt wurden“, sagte Trump bezogen auf Rodríguez, als er mit Journalisten während des Flugs von Palm Beach nach Washington sprach. „Fragen Sie mich nicht, wer die Verantwortung trägt, denn ich werde eine Antwort geben, die sehr kontrovers ist“, fügte er hinzu. Auf Nachfrage konkretisierte er: „Es bedeutet, dass wir das Sagen haben.“
Dann drohte er den verbliebenen Mitgliedern der Regierung mit einem erneuten Militärschlag: „Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir einen zweiten Angriff führen, und der wird viel größer sein als der erste. Ich hoffe, wir müssen es nicht tun, aber wenn sie sich nicht benehmen, werden wir es tun.“
Trump und Rubio widersprechen sich
▶︎ Die USA tragen die Verantwortung – das hatte Trump auch unmittelbar nach der Festnahme von Maduro am Samstag klargemacht. „Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang gewährleisten können“, sagte er während einer Pressekonferenz in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach. „Wir dürfen nicht zulassen, dass jemand anderes die Macht in Venezuela übernimmt, der nicht die Interessen der Venezolaner im Blick hat.“
▶︎ Dann die Blitzwende! Außenminister Marco Rubio distanzierte sich am Sonntag in mehreren Interviews von der Rhetorik Trumps. Er stellte klar, dass die USA keine zivile Verwaltung vor Ort einsetzen werden und keine alltäglichen Regierungsgeschäfte in Venezuela übernehmen. Er betonte, dass die USA Veränderungen primär durch die Durchsetzung massiver Ölblockaden und finanziellen Druck erzwingen.
▶︎ Nächster Aufschlag: Donald Trump. Nicht nur in der Air Force One bekräftigte er die Übernahme der Verantwortung in Venezuela, sondern auch in einem exklusiven Interview mit der US-Zeitung „New York Post“ vom Sonntag: „Wir sollten das Land mit Recht und Ordnung regieren. Wir sollten das Land so führen, dass wir die wirtschaftlichen Vorteile der vorhandenen Ressourcen nutzen können – nämlich wertvolles Öl und andere wertvolle Güter“, stellte er klar.
Venezuelas Interimspräsidentin will mit den USA zusammenarbeiten
Wie sich Trump die „Verhandlungen“ mit Rodriguez vorstellt, hatte er am Samstag bereits in einem Interview mit „The Atlantic“ klargemacht: „Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen – wahrscheinlich einen noch höheren als Maduro.“
Rodríguez verurteilt den Angriff der USA auf Maduro und lehnt eine Einmischung der USA kategorisch ab. In einer Fernsehansprache erklärte sie, Venezuela werde „niemals wieder die Kolonie eines anderen Imperiums werden“. Am Sonntag jedoch schlug sie gemäßigtere Töne an.
„Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt“, hieß es in einer von Rodríguez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung.
Trump nimmt Kolumbien und Mexiko ins Visier
Während des Flugs in der Air Force One attackierte Trump auch Venezuelas Nachbarland. „Kolumbien ist auch sehr krank, regiert von einem kranken Mann.“ Damit spielte er offensichtlich auf den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro (65) an und fügte hinzu, dieser stelle Kokain her und verkaufe es an die USA. „Er wird das nicht mehr lange tun.“ Auf die direkte Frage, ob die USA eine Militäroperation gegen das Land anstreben würden, antwortete Trump: „Das klingt gut für mich.“
Auch Mexiko ist auf Trumps Radar. „Mexiko muss sich zusammenreißen, denn die Drogen strömen durch Mexiko, und wir werden etwas unternehmen müssen“, sagte er den Reportern.
Bild Zeitung
