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- Out 5, 2021
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Entscheidung steht kurz bevor:
115 Jahre altem Flugplatz in Deutschland droht das Aus
Offenburg (Baden-Württemberg) – Ein Stück deutsche Luftfahrtgeschichte steht vor dem Aus. Wo seit Generationen Motoren dröhnen und Propeller kreisen, könnten schon bald Betonhallen und Asphalt dominieren. Einer der ältesten Flugplätze Deutschlands soll verschwinden.
Mehr als 115 Jahre lang starteten und landeten hier Flugzeuge. Jetzt steht die rund 25 Hektar große Fläche vor einer Schicksalsfrage. Wie das Fachportal aeroTELEGRAPH berichtet, plant die Stadt Offenburg, den traditionsreichen Flugplatz in ein Gewerbegebiet umzuwandeln.
Wann die Entscheidung fällt
Der Bürgerentscheid ist zeitgleich mit der Wahl des baden-württembergischen Landtags am 8. März angesetzt. Dann fällt die Entscheidung über die Zukunft des Geländes. Die Stadtverwaltung will das Areal umwidmen, um neue Flächen für Unternehmen zu schaffen. Hintergrund sei der akute Platzmangel in Offenburg. Die vorhandenen Gewerbeflächen würden nicht ausreichen, wodurch Abwanderungen und verpasste Entwicklungschancen drohen, so die Begründung aus dem Rathaus.
Das sagen die Betreiber
Betrieben wird der Platz von der Fliegergruppe Offenburg, die ihn für Sport- und Hobbyflüge nutzt. Die Piloten sind entsetzt: Mit dem Wegfall des Standortes würde auch ihr Verein faktisch zerbrechen – die 180 aktiven Mitglieder müssten sich auf verschiedene Flugplätze verstreuen. Cynthia Huber (38), Sprecherin der Fliegergruppe Offenburg e.V. zu BILD: „Der Flugplatz ist mehr als Fliegen, da muss man mal näher hinschauen. Fliegen, Natur und Ehrenamt gehen hier Hand in Hand. Das ist auch ein Ort mit Historie. Er dient auch der Öffentlichkeit.“
Umweltschützer warnen
Gegen die Pläne der Stadt formiert sich Widerstand. Umweltschützer von BUND und NABU sowie die Bürgerinitiative „Pro Flugplatz Offenburg“ warnen vor Flächenversiegelung und sehen im Gelände rund um die Landepiste einen wichtigen Rückzugsraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Auf großen Teilen des Flugplatzes hätte sich durch ein spezielles Mähkonzept über Jahre ein artenreiches Biotop entwickelt.
Was passiert mit den Flugzeugen?
Der Flugplatz wurde Mitte der 90er-Jahre vom Verkehrslandeplatz zu einem Sonderlandeplatz zurückgestuft. Zugelassen sind Motorflugzeuge, Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge und Trikes. Laut aeroTELEGRAPH zählt er zu den ältesten Flugplätzen Deutschlands. Auch zwei Hagelflieger haben hier ihre Basis – sie müssten sich einen neuen Standort suchen, berichtet der Stadtanzeiger Ortenau. Ein etwa 15 Kilometer entfernter Flugplatz komme dafür jedoch nicht infrage.
Bild Zeitung
115 Jahre altem Flugplatz in Deutschland droht das Aus
Offenburg (Baden-Württemberg) – Ein Stück deutsche Luftfahrtgeschichte steht vor dem Aus. Wo seit Generationen Motoren dröhnen und Propeller kreisen, könnten schon bald Betonhallen und Asphalt dominieren. Einer der ältesten Flugplätze Deutschlands soll verschwinden.
Mehr als 115 Jahre lang starteten und landeten hier Flugzeuge. Jetzt steht die rund 25 Hektar große Fläche vor einer Schicksalsfrage. Wie das Fachportal aeroTELEGRAPH berichtet, plant die Stadt Offenburg, den traditionsreichen Flugplatz in ein Gewerbegebiet umzuwandeln.
Wann die Entscheidung fällt
Der Bürgerentscheid ist zeitgleich mit der Wahl des baden-württembergischen Landtags am 8. März angesetzt. Dann fällt die Entscheidung über die Zukunft des Geländes. Die Stadtverwaltung will das Areal umwidmen, um neue Flächen für Unternehmen zu schaffen. Hintergrund sei der akute Platzmangel in Offenburg. Die vorhandenen Gewerbeflächen würden nicht ausreichen, wodurch Abwanderungen und verpasste Entwicklungschancen drohen, so die Begründung aus dem Rathaus.
Das sagen die Betreiber
Betrieben wird der Platz von der Fliegergruppe Offenburg, die ihn für Sport- und Hobbyflüge nutzt. Die Piloten sind entsetzt: Mit dem Wegfall des Standortes würde auch ihr Verein faktisch zerbrechen – die 180 aktiven Mitglieder müssten sich auf verschiedene Flugplätze verstreuen. Cynthia Huber (38), Sprecherin der Fliegergruppe Offenburg e.V. zu BILD: „Der Flugplatz ist mehr als Fliegen, da muss man mal näher hinschauen. Fliegen, Natur und Ehrenamt gehen hier Hand in Hand. Das ist auch ein Ort mit Historie. Er dient auch der Öffentlichkeit.“
Umweltschützer warnen
Gegen die Pläne der Stadt formiert sich Widerstand. Umweltschützer von BUND und NABU sowie die Bürgerinitiative „Pro Flugplatz Offenburg“ warnen vor Flächenversiegelung und sehen im Gelände rund um die Landepiste einen wichtigen Rückzugsraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Auf großen Teilen des Flugplatzes hätte sich durch ein spezielles Mähkonzept über Jahre ein artenreiches Biotop entwickelt.
Was passiert mit den Flugzeugen?
Der Flugplatz wurde Mitte der 90er-Jahre vom Verkehrslandeplatz zu einem Sonderlandeplatz zurückgestuft. Zugelassen sind Motorflugzeuge, Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge und Trikes. Laut aeroTELEGRAPH zählt er zu den ältesten Flugplätzen Deutschlands. Auch zwei Hagelflieger haben hier ihre Basis – sie müssten sich einen neuen Standort suchen, berichtet der Stadtanzeiger Ortenau. Ein etwa 15 Kilometer entfernter Flugplatz komme dafür jedoch nicht infrage.
Bild Zeitung
