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Roter.Teufel

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Historischer Umbruch!:
Regel-Revolution in der Formel 1


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Die neue Saison der Formel 1 (erstes Rennen am 8. März in Australien, 5 Uhr, live bei Sky) bringt einen Umbruch, der in der Historie des Motorsports seinesgleichen sucht. Von der „größten Regeländerung der Geschichte“ spricht Red Bulls Teamchef Laurent Mekies (48). Was der Franzose meint: Ab 2026 gelten völlig neue Regularien. Das betrifft unter anderem die Power Units und die Chassis. Diese Änderungen wurden 2023 vom Weltverband beschlossen.

Und stoßen nicht überall auf Begeisterung. Ingenieur-Legende Adrian Newey (67/Aston Martin) sagt: „Soweit ich mich erinnern kann, ist es das erste Mal, dass sich beide Regeln gleichzeitig ändern. Das ist interessant, aber auch ein bisschen beängstigend.“ Für SPORT BILD erklärt RTL-Experte Christian Danner (67) die Neuerungen an den Autos

Regeln

Kleinere Autos bedeuten auch weniger Gewicht. Mussten die Boliden samt Reifen und Fahrer vergangene Saison mindestens 798 Kilogramm wiegen, sind es jetzt nur noch 768. Das soll die Agilität erhöhen. Zudem werden die Renner künftig nur noch mit nachhaltigem Kraftstoff betankt. Will ein Rennstall gegen eine Entscheidung protestieren, muss er künftig 20 000 Euro Kaution zahlen. Bisher waren es nur rund 2000 Euro.

FLÜGEL

Danner: „Die Aerodynamik war bis zum vergangenen Jahr de facto fest, weil die Flügel nicht verstellbar waren. Die Ausnahme war DRS. Es ist so: Wenn ein Fahrer schneller fährt – zum Beispiel auf einer Geraden –, dann verursacht er mehr Luftwiderstand. Deshalb möchte der Fahrer natürlich auf den Geraden den Flügel flacher haben. Und das erlauben die neuen Regeln. In den Kurven wird er dann wieder steil gestellt.“

MOTOR

Danner: „In der Vergangenheit leistete der Verbrennungsmotor 800 bis 850 PS, der Elektromotor hatte letztes Jahr 160 PS. Jetzt ändert sich das Verhältnis dramatisch: Der Verbrennungsmotor und der Elektromotor haben laut Reglement jeweils 350 KW, das sind rund 450 PS. Dadurch entsteht ein Problem: Der Verbrennungsmotor muss viel mehr leisten, um die Batterie des Elektromotors voll aufzuladen. Das zu kontrollieren wird für Fahrer und Ingenieure sehr kompliziert.“

UNTERBODEN

Danner: „Auch hier gibt es dramatische Veränderungen. Die Ground-Effect-Autos, die sich durch Aerodynamik an die Strecke gesaugt haben, sind Geschichte. Jetzt gibt es eine große, flache Fläche am Unterboden, die den Abtrieb deutlich geringer macht. Das hat man schon bei den Tests gesehen: Die Fahrer müssen nicht mehr so brutal hart am Boden entlangschrammen wie früher.“

REIFEN

Danner: „Im Vergleich zu früheren Jahren werden die Reifen wieder deutlich schmaler. Das wirkt sich auf das Grip-Niveau aus, es ist niedriger. Dafür ist die Aerodynamik besser. Die schmaleren Reifen sind Teil des Gesamtkonzepts, die Autos wieder kleiner – und meiner Meinung nach auch schicker – zu machen.“

LÄNGE UND BREITE

Danner: „Die Autos werden kleiner, sind nur noch 1,90 Meter breit statt vorher zwei Meter. Dazu verkürzt sich der Radstand, also der Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse, von 3,60 Metern auf 3,40 Meter. Damit kommt die Agilität zurück. Aus meiner Sicht ein Schritt wieder hin zur Formel 1, wie sie sein sollte. Die Autos der Vergangenheit waren deutlich zu groß!“


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