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Notícias Spritpreis auf Rekordhoch! Verband spricht von „kundenfreundlichem Wettbewerb“

Roter.Teufel

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Nur Stunden vor neuer Regel:
Spritpreis auf Rekordhoch! Verband spricht von „kundenfreundlichem Wettbewerb“


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Berlin – Ausgerechnet vor der geplanten neuen Tankpreis-Regel ab Mittwoch zieht es an den Zapfsäulen einmal deutlich an - die Spritpreise sind auf Jahresrekord: Super E10 kostet am Dienstag im Tagesdurchschnitt inzwischen 2,087 Euro je Liter, Diesel 2,295 Euro – beides die höchsten Werte des Jahres! In den morgendlichen Spitzen lagen die Preise sogar noch teils über dem Rekord-Durchschnitt.

Während Autofahrer also so viel zahlen wie noch nie in diesem Jahr, beschwichtigt die Branche. Der Wirtschaftsverband „Fuels und Energie“, der die Markentankstellen in Deutschland vertritt, sieht dennoch keinerlei Grund zur Kritik. Auf eine BILD-Anfrage, ob die Preise vor der neuen Regelung noch angehoben werden, erklärt ein Sprecher: „Wir können keine Prognosen abgeben, aber: Der kundenfreundliche Preiswettbewerb der Tankstellen bleibt voll intakt, auch vor und nach Mitternacht.“

Im Klartext: Es herrschen absolute Rekordpreise an der Zapfsäule – und gleichzeitig ist aus Sicht der Branche alles „kundenfreundlich“! Für viele Autofahrer dürfte sich das wie blanker Hohn anhören.

Branche stellt sich auf neue Preislogik ein – hält Eingriff aber für unnötig

Ab Mittwoch darf dann nur noch einmal täglich erhöht werden, jeweils um 12 Uhr. Die Bundesregierung will so künftige Preissprünge eindämmen. Ob und wie das klappen wird? Unklar! Immerhin: Die Ölkonzerne seien vorbereitet, so der Sprecher.

Doch inhaltlich geht der Verband klar auf Distanz zur neuen Regel. Man sammle zwar „erste Erfahrungen mit dem staatlichen Eingriff in die Tankstellenpreise“ – hat aber Zweifel am Nutzen: „Uns ist aber keine Untersuchung bekannt, die belegt, dass das Österreich-Preismodell Vorteile für den Verbraucher bieten würde.“

Der Verband übt harte Kritik an der neuen Regelung: „Die neuen Kraftstoffpreisregeln waren in der Annahme entstanden, die Tankstellenpreise seien hierzulande infolge der Nahostkrise besonders stark gestiegen. Das ist längst widerlegt“, so der Sprecher zu BILD. Stattdessen verweist der Verband auf andere Ursachen für die hohen Preise: „Vor allem zählen die Spritpreise in Deutschland aufgrund staatlicher Abgaben zu den höchsten Europas.“

Zum Hintergrund: Tatsächlich sind Steuern und CO₂-Abgaben in Deutschland auf internationalem Rekordniveau. Bei einem Preis von 2,20 Euro pro Liter Benzin gehen etwa rund 66 Prozent an den Staat – das entspricht ganzen 1,45 Euro.

Bild Zeitung
 
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